Ratgeber · Schweiz
PV-Offerte prüfen: die wichtigsten Kennzahlen
Zwei Offerten liegen auf dem Tisch, beide versprechen eine gute Solaranlage. Eine ist deutlich günstiger. Bevor du dich entscheidest, lohnt sich die Frage: Bekommst du tatsächlich dasselbe – oder fehlen in einer Offerte Arbeiten, die später noch dazukommen?
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PV-Offerte prüfen: die wichtigsten Kennzahlen
Vergleichbar werden Offerten erst mit gleicher Leistung, gleichem Lieferumfang und klaren Annahmen zu Ertrag, Förderung, Einspeisung, Garantien und Zusatzarbeiten.
Mach die Angebote zuerst vergleichbar
Lege Anlagengrösse, Speicher und enthaltene Arbeiten nebeneinander. Eine Preisabweichung kann an anderen Komponenten liegen, aber auch an Gerüst, Elektroarbeiten oder einem unterschiedlich grossen Speicher. Bitte um eine Ergänzung, wenn eine Position unklar bleibt. Du musst nicht jedes technische Detail selbst bewerten können; der Anbieter sollte dir verständlich erklären, was du kaufst.
Eine gute Ertragszahl braucht nachvollziehbare Annahmen
Frag, welcher Standort, welche Dachflächen und welche Verschattung in die Prognose eingeflossen sind. Auch ein hoher Eigenverbrauch ist nur überzeugend, wenn er zu deinem Alltag passt. Neben den Zahlen zählt, wer nach der Installation erreichbar ist, welche Unterlagen du erhältst und was die Garantien tatsächlich abdecken. Halte wichtige Zusagen schriftlich fest, bevor du unterschreibst.
Darauf kommt es an
Achte auf CHF inklusive Mehrwertsteuer, DC-Leistung in kWp, Wechselrichter-AC-Leistung, erwartete kWh pro Jahr, Modul- und Produktgarantien sowie enthaltene Anmeldung bei Netzbetreiber und Pronovo. Eine tiefe Position kann sonst nur ausgelagerte Kosten bedeuten.
Offizielle und fachliche Quellen
- BFE: Photovoltaikmarkt – Preisbeobachtungsstudie 2025
- ElCom: Stromtarife 2026
- Pronovo: Tarifrechner Einmalvergütung
- EnergieSchweiz: Batteriespeicher für zu Hause
- EnergieSchweiz: Eigenverbrauch
- Europäische Kommission: PVGIS
- WattBilanz: Pronovo, Einspeisung, HKN und Steuern
Quellen und Preisannahmen zuletzt geprüft: 18. September 2026.
Mit den eigenen Daten weiterrechnen
Rechne die Angebote mit denselben Verbrauchs- und Tarifannahmen nach. Unterschiedliche Kosten und Anlagengrössen dürfen sich unterscheiden – die Vergleichsgrundlage sollte es nicht.