Ratgeber · Schweiz
Wie wird der Eigenverbrauch berechnet?
Die Sonne scheint, auf dem Dach wird Strom erzeugt – aber wie viel davon bleibt eigentlich bei dir? Der Eigenverbrauch beantwortet genau diese Frage. Spannend wird die Zahl, wenn du sie mit deinem Alltag verbindest, statt nur einen möglichst hohen Wert anzustreben.
KurzantwortKurzantwort
Wie wird der Eigenverbrauch berechnet?
Eigenverbrauch ist der Anteil der PV-Produktion, der gleichzeitig im Haus genutzt oder in den Speicher geladen wird. Er ist nicht dasselbe wie der Autarkiegrad.
Produktion und Verbrauch müssen sich treffen
Solarstrom lässt sich direkt nutzen, wenn im Haus gleichzeitig Geräte laufen. Ein Speicher kann einen Teil für später aufheben. Ohne diese zeitliche Verbindung hilft auch ein hoher Jahresverbrauch wenig: Ein Auto, das tagsüber unterwegs ist, lädt nicht allein deshalb mit Solarstrom, weil es zur Familie gehört. Überlege deshalb, welche Verbraucher du tatsächlich in sonnige Stunden verschieben kannst.
Eine hohe Quote ist nicht automatisch das bessere Ergebnis
Eine kleine Anlage kann einen grossen Anteil ihres Stroms im Haus unterbringen und trotzdem weniger eigenen Strom liefern als eine grössere. Schau deshalb immer auch auf die Kilowattstunden und den verbleibenden Netzbezug. Ziel ist nicht, die schönste Quote zu erreichen, sondern die geeignete Dachfläche und deinen Verbrauch sinnvoll zusammenzubringen.
Darauf kommt es an
Formel: direkt und über Speicher genutzter Solarstrom geteilt durch die gesamte PV-Produktion. EnergieSchweiz nennt für Einfamilienhäuser rund 30 % ohne Massnahmen, etwa 50 % mit intelligenter Steuerung und bis zu 70 % mit Batterie als typische Orientierung.
Offizielle und fachliche Quellen
- BFE: Photovoltaikmarkt – Preisbeobachtungsstudie 2025
- ElCom: Stromtarife 2026
- Pronovo: Tarifrechner Einmalvergütung
- EnergieSchweiz: Batteriespeicher für zu Hause
- EnergieSchweiz: Eigenverbrauch
- Europäische Kommission: PVGIS
- WattBilanz: Pronovo, Einspeisung, HKN und Steuern
Quellen und Preisannahmen zuletzt geprüft: 18. September 2026.
Mit den eigenen Daten weiterrechnen
Vergleiche zuerst deinen heutigen Alltag und dann realistische Änderungen bei Ladezeiten oder Geräten. Behalte neben der Quote die absoluten Strommengen im Blick.